
In der Plattenherstellung führt eine unzureichende Belichtung aufgrund nicht geeigneter UV-Quellen zu einer unvollständigen Aushärtung der Emulsion, zu Löchern sowie zu Unebenheiten in der Struktur der Platte. In Wasserbehandlungssystemen führt eine unzureichende Menge an UVC-Strahlung dazu, dass Biofilme weiterhin erhalten bleiben. Beides hängt letztendlich von zwei Faktoren ab: dem spektralen Ausgangswert sowie der tatsächlichen Intensität der Strahlung, die am Zielort ankommt.
Was technisch wichtig ist:
Galliumiodidlampen erzeugen einen schmalen, hochenergetischen UVC-Peak bei etwa 254 nm – dieser Peak ist dafür konzipiert, Photoinitiatoren schnell aktivieren und DNA-Schäden verursachen zu können. Im Vergleich zu herkömmlichen Quecksilberdampflampen reduzieren Galliumiodidlampen den Anteil an langwelligem UV-Licht. Dadurch wird der photothermische Stress auf dünnen Schichten verringert und die Gleichmäßigkeit der Aushärtung verbessert.
Bei der Plattenherstellung ergeben sich dadurch klare Konturen, saubere Ränder sowie eine gleichmäßige Vernetzung der Emulsionsschicht. In der Wasserbehandlung sorgt derselbe Ausgangswert für eine hohe Effizienz bei der Inaktivierung von Mikroorganismen. Wählen Sie Lampen, die über 5.000 Stunden hinweg eine stabile Leistung liefern, einen stabilen spektralen Ausgangswert haben und eine Reflektorgeometrie verwenden, die eine maximale Strahlungsintensität von 120 mW/cm² am Zielort gewährleistet.
Warum das funktioniert:
Auf der Seite der Platte verkürzen die kurzen, intensiven UVC-Pulse die Belichtungszyklen – gleichzeitig wird die erforderliche Aushärtdiepte erreicht – auch bei Platten mit feiner Auflösung. In Wasserbehandlungssystemen ermöglicht die hohe UVC-Intensität eine zweite Stufe der Desinfektion in den Durchflussschnecken, wodurch Bakterien in Sekundenschnelle zerstört werden.
Die Bediener sehen weniger Defekte, die Toleranzen der Platten bleiben konstant und es wird eine präzise Reduzierung der Mikroorganismen erreicht – ohne dass dazu eine höhere Energieaufnahme notwendig wäre. Da der spektrale Ausgangswert kontrolliert wird, wird eine unerwünschte Erwärmung minimiert. Dadurch werden die Polymerkomponenten geschützt und die Temperatur des Lampengehäuses bleibt unter Kontrolle.
Was Sie wissen müssen:
Eine korrekte Abstimmung der Komponenten ist unverzichtbar. Überprüfen Sie die Kompatibilität des Quarzkorridors, die Einschaltspannung sowie die Schnittstelle zum Ballastgerät für Ihre Plattenherstellungsanlage oder Ihren UVC-Reaktor. Galliumiodidlampen sind empfindlich gegenüber der Einbauposition – halten Sie sich daher innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Toleranzgrenzen. Andernfalls geht der spektrale Ausgangswert verloren.
Rechnen Sie mit einem Rückgang der Leistung der Lampen. Planen Sie daher alle 2.000 Stunden eine Überprüfung des Radiometers ein und ersetzen Sie die Lampen nach etwa 5.000 Stunden, damit die Strahlungsintensität weiterhin im vereinbarten Bereich bleibt.