
UVC-Pflichtlampen zu wirklich intelligenten Geräten machen
Die meisten UVC-C-Lampen sind ziemlich einfach konstruiert. Man schaltet sie ein – ein Timer übernimmt die Steuerung – und hofft einfach, dass die Lampe ihren Job erledigt. Doch wir bewegen uns weg von dieser Vorgehensweise.
Die neue Methode basiert auf der Fernüberwachung der Energieverbrauchszahlen. Im Grunde werden der Stromverbrauch sowie der Lichtausfall in Echtzeit überwacht. Dadurch kann man genau erkennen, wann eine Lampe an Leistung verliert, bevor die Sterilisierung fehlschlägt. Kein Raten mehr nötig.
Wie die Überwachung funktioniert
Wir haben Stromsensoren sowie IoT-Gateways direkt in das Ballastkreislaufsystem integriert. Durch die Überwachung der Spannungsabfälle und des Leistungsverbrauchs kann das System erkennen, wenn sich der Quecksilberdampf oder die Phosphorschicht abnutzen.
Man erhält somit kontinuierliche Daten darüber, wie viel Energie pro Quadratmeter verbraucht wird. Das ist sehr praktisch, denn man muss nicht mehr nach einem festen Austauschplan vorgehen, sondern kann die Lampen erst dann austauschen, wenn ihre Leistung tatsächlich nachlässt.
Energie sparen, ohne Kompromisse einzugehen
Man kann den Leistungsverbrauch nicht einfach senken, um Geld zu sparen. Wenn man das tut, geht die erforderliche Dosis verloren – und das gesamte System wird nutzlos.
Stattdessen konzentrieren wir uns auf den Leistungsfaktor sowie hochfrequente elektronische Ballaste. Diese sorgen dafür, dass der Lampenkopf nicht zu heiß wird, und leiten mehr Energie in das UVC-Spektrum.
Zusätzlich ermöglichen diese intelligenten Controller eine präzise Dosierung. Anstatt einen Raum stundenlang mit 100 % Leistung zu bestrahlen, passt sich das System an die Größe des Raumes sowie an die Effizienz der Lampe an.
Die Nachteile
Ehrlich gesagt gibt es einige Nachteile. Die Installation solcher Überwachungssysteme bedeutet, dass das Bedienpult etwas mehr Platz einnimmt. Zudem muss sichergestellt werden, dass das Netzwerk in der Lage ist, die von den Gateways gesendeten Datensätze zu verarbeiten.
Die Anschaffungskosten für die Hardware sind höher als bei einer „einfachen“ Lösung. Doch die Einsparungen durch den geringeren Energieverbrauch rechtfertigen diese Kosten letztendlich. Für alle Einrichtungen, die strenge Sterilisierungsprotokolle einhalten müssen, ist das eine kluge Lösung. Man kann schließlich auf Notizbücher verzichten und stattdessen direkt auf die Live-Dashboards schauen.